Die Gründungsphase
Sieben ehemalige Hexen und ein „Zivilist“ haben sich im Juli 2008 zusammengefunden, um an einem schönen Grillnachmittag Spaß miteinander zu haben. Es war zwar mitten im Sommer, jedoch verschwendete man auch den ein oder anderen Gedanken an die Fasentzeit, die ja zukünftig trotzdem keiner missen wollte. Also sprach man darüber, ob es einen neuen Verein geben sollte. Gleich sprach sich jeder dafür aus. Es musste viel besprochen, gedacht und geplant werden. Folgende Fragen kamen auf: Was wollen wir sein? Wen wollen wir verkörpern? Wie heißen wir? Wo wollen wir den Sitz des Vereins? Wie sollen wir aussehen? Viele Köpfe, verschiedene gute Ideen brachten sie zu einem grauenvollen Ergebnis: Die Linxer Werwölfe.

Der Sitz des Vereins
Der Sitz des Vereins sollte in Rheinau-Linx sein, da man dort, wie wir auch sehr schnell bemerkt haben, mit offenen Armen empfangen wird. An dieser Stelle auch noch mal ein Dankeschön an den Ratsschreiber, der uns von Anfang an immer unterstützt hat.Warum Werwölfe? Nun ja, diese Frage ist recht einfach zu beantworten. Hexen, Teufel und Dämonen gibt es schon so viele. Nicht, dass uns diese Figuren nicht ansprechen, nein, aber wir wollten einfach etwas anderes. Ein Gründungsmitglied hatte somit die Idee, dass wir so eine Art Wolf sein könnten, woraus schließlich der Werwolf entstand.
Eintragung
Nach langer und nervenaufreibender Arbeit mit dem Finanzamt, mit der Stadt Rheinau ( wobei diese das kleinere Übel war ) im Formalitäten-Himmel Deutschland hatten wir unser erstes Ziel erreicht: Am 14.10.2008 wurden wir im Namen unserer 2 Vorsitzenden ins Vereinsregister eingetragen.

Das Logo
Nun ja, auch so eine Geschichte. Wir suchten als allererstes im Internet. Dort gab es viele klasse Bilder - aber alle geschützt. Dann versuchte man sich im Zeichnen  nun ja, war dann auch nicht so das richtige. Man wandte sich an Medienagenturen, die eventuell Kontakte zu Bildagenturen haben…..na ja. Am Ende haben wir unser jetziges Logo einem Künstler zu verdanken, der wirklich hervorragende Arbeit geleistet und wirklich mitgedacht hat. Alles in allem war es eine unbewusste Teamarbeit, denn jeder hat ein bisschen dazugegeben und daran mitgearbeitet, damit das junge Werwolfsrudel endlich ein Logo hat. Danke an alle!

Unsere erste Ausrüstung
Die nächste Hürde ließ nicht lange auf sich warten. T-Shirts, Jacken und Visitenkarten sollten für unsere Anfänge angeschafft werden. Nach anfänglichen Terminschwierigkeiten (ja, heute können wir darüber lachen) schafften wir es tatsächlich, uns für eine Fahrt zu treffen, um nach unseren ersten Jacken zu suchen. Wir sind dann fast 150 km gefahren, um dort unsere ersten Werwolfsjacken zu ergattern, um auf der Heimfahrt dann festzustellen, dass wir diese auch bei uns in der Nähe hätten kaufen können. Nun ja, aller Anfang ist schwer! Die Jacken sollten nun mit unserem Vereinsnamen und unseren Vornamen bestickt werden. Durch glückliche Zufälle sind wir dann auf unsere „Stickerin“ gestoßen, die wirklich einwandfreie Arbeit leistet. Unsere T-Shirts stellten dann den nächsten schwierigen Schritt dar. Aber auch das haben wir in Zusammenarbeit mit allen geschafft und sind sehr stolz darauf. An dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an alle, die bei diesen ersten Schritten mitgeholfen haben, den Linxer Werwölfen auf die Beine zu helfen.
Unser Häs
Ein weniger schwieriges Thema. Von Anfang an war klar, dass man die Darstellung eines Werwolfs nur in Form eines Fellanzuges und einer im neumodischen Stil geschnitzen Holzmaske verwirklichen kann.
Also war mal wieder www.google.de gefragt. Dort fanden wir für unsere Verhältnisse relativ schnell unsere Gerberei und unsere Maskenschnitzer im schönen Österreich und gar nicht weit entfernt von uns, im Schwarzwald. Alle waren von Anfang an begeistert, unser Häs bzw. unsere Maske für uns erstellen zu dürfen. Allerdings ist so ein Werwolf nicht ganz billig und benötigt auch etwas mehr Zeit in der Herstellung. Also entschlossen wir uns dazu die erste Saison 2008/2009 in Jacke und T-Shirt zu bestreiten. Jeder fängt mal klein an, und wie heißt es so schön? Klein aber fein!
Die Resonanz auf unsere Erstausstattung war so gut, dass wir sehr viel Aufmerksamkeit geweckt haben und immer wieder nach unseren Häs gefragt wurden. Also diskutierten wir sofort nach der Saison, wann wir wie, mit wem und wohin fahren wollten. Gesagt, getan, planten wir also auch unsere gemeinsame Fahrt nach Österreich. Im April 2009 sollte es dann so weit sein, dass wir innerhalb von zwei Tagen sage und schreibe 1400 km quer durch Deutschland und Österreich getourt sind um unsere ersten Ausstatter zu besuchen. Aber wie könnte es auch anders sein, auch diese Fahrt blieb nicht ohne Zwischenfall. Kurz vor der Grenze, so gegen 8 Uhr, fing unser Bus an zu qualmen und zu stinken. Nach 4 Stunden Unterbrechung hatten wir dann neue Bremsen und durften weiterfahren. Mit Verspätung trafen wir dann in unserer Gerberei ein, aber den Chef hat es nicht verärgert. Er präsentierte uns unseren Musteranzug, von dem sofort alle begeistert waren und nahm entsprechend seiner Art von jedem die Maße für die weiteren Anzüge. Danach ging es weiter zur Ferienwohnung, wo so ziemlich alle sehr bald halbtot ins Bett gefallen sind. Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg zu unserem Maskenschnitzer. So schön der Aufenthalt in Österreich gewesen ist, mussten wir uns sehr bald wieder auf den Weg nach Deutschland machen. Dank unserer befreundeten Zunft, den Bosensteiner Höllenknechten, haben wir unsere Fellanzüge nun auch bei uns zu Hause.
Auch die ersten Maske sind mittlerweile in Linx angekommen. Ja, so ist das eben, wenn man einen neuen Verein gründet. Es gibt viele Geschichten, man hat sehr viel Arbeit, aber es macht Spaß, und das ist die Hauptsache.

Also, seid immer achtsam, wenn ihr nachts durch die Straßen wandelt, denn die Werwölfe sind wieder unter Euch…
Die Entstehung der Linxer Werwölfe